M1 Romeins Villalandschap - Grenzüberschreitende Infrastrukturen für lokalen Tourismus

 
Villalandschap Urheberrecht: © Werkzeugkulturen

M1: 15 Credits
+ Ergänzendes Modul M.Sc.: 3 Credits

Einführung

Innerhalb der IBA International Academy wurde im September 2016 an Strategien für grenzübergreifende, revitalisierende Themen in den Grenzgebieten zwischen den Niederlanden, Belgien und Deutschland gearbeitet. In diesem Zusammenhang wurde ein Konzept für das Gebiet zwischen Aachen und Heerlen- die sogenannte „Romeins Villalandschap – entwickelt, in dem die diversen Transformationen dieses Landschaftraums kartiert und der fragmentarische Bestand geschichtlicher und kulturräumlicher Indizien lokalisiert wurde. Die Analyse führte zur Erstellung eines Systems von „bedeutungsvollen Punkten“, die durch eine Reihe von Eingriffen sichtbar gemacht und in Zusammenhang gesetzt werden können. Diese Akupunktur von Mikrointerventionen bilden zusammen mit einem doppelt gegliederten System von Rad-und Fußwegen das, was wir „Perceptive Landscape“ genannt haben – einen Landschaftraum, der Unsichtbares sichtbar macht, Bewusstsein und Identifikation bei den lokalen Nutzern schärft und so zur Grundlage gradueller, selbst initiierten Formen von touristischer Vermarktung werden kann.

Projektaufgabe

Die Strategien zur Herstellung eines „Perceptive Landscapes“ sollen in diesem M1 weiter präzisiert, verdichtet und auf der Ebene von Architekturprojekten weitergedacht werden. Auf der Grundlage kartographischer Analysen des Bestandes und im Austausch mit den lokalen Stakeholdern sollen die Studierenden in individuellen Projekten touristische Nutzungen für den Landschaftsraum zwischen Aachen, Bocholtz und Simpelveld entwickeln. Dabei sind die genaue Position der Projekte und die Nutzungsprogramme (Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie, Verarbeitung und Verkauf lokaler Produkte, Serviceeinrichtung für den Fahrradtourismus etc.) selbst zu definieren.
Die Projekte sollen präzise platziert, intelligent genutzt, maßvoll in der Dimension und im Austausch mit der umgebenden Landschaft gedacht sein. Sie sollen bis zu einem Detaillierungsgrad von 1/20 entwickelt werden.

Ergänzendes Modul EM1

Im begleitenden Seminar werden Werkzeuge und Methoden der Kartografie vermittelt. Jeder Teilnehmer wird im Verlauf des Seminars eine persönliche „Projektorientierte Karte“ zeichnen, die als Entwurfsgrundlage im M1 dient.

Ablauf

24.10.2016: Entwurfsausgabe und Fahrradtour in das Projektgebiet
Ende Oktober/Anfang November: Kick-off-Workshop mit IBA Gebietsregisseur Mark Feron in Simpelveld
29.11.2016: Kolloquium 01 | Verortung und Programmierung
20.12.2016: Kolloquium 02 | Verhältnis Kulturlandschaft – Architekturform
07.02.2017: Kolloquium 03 | Architektur 1/200 und Aussagen zur Materialität
07.03.2017: Abgabekolloquium im Seminarraum GBL, Reiff 4.OG