ArchitekTouren – Veranschaulichung von Tragwerken um uns herum

 
Konzeptskizze Aufbau der Internetseite Institut für Massivbau

www.architektouren.rwth-aachen.de

Antragsteller: Jan Dirk van der Woerd, Stephan Geßner, Carolin Stapenhorst, Josef Hegger

(Institut für Massivbau, Fak. 3 | Juniorprofessur Werkzeugkulturen, Fak. 2)

Projektbeteiligte: Luca Claußen, Kerstin Meerbach, Aryan Mirfendereski, Gesa Pauli, Anita Steinhoff

Finanzierung: Exploratory Teaching Space, RWTH Aachen University

Hier geht es zur Lehrveranstaltung

Architekten und Bauingenieure arbeiten im Berufsalltag regelmäßig zusammen und sind füreinander unersetzlich. Erschwert wird diese Zusammenarbeit mitunter durch die Unterschiedlichkeit von Fachsprachen und Herangehensweisen. So werden Kriterien unterschiedlich gewichtet und Zusammenhänge unterschiedlich wahrgenommen. Tragwerke werden von Architekten nach Kriterien wie Raumwirkung und Nutzbarkeit bewertet, während Bauingenieure sie stärker anhand ihrer Trag- und Verformungseigenschaften, sowie nach konstruktiven Aspekten analysieren.

Diese Unterschiedlichkeit von Bewertungskriterien und Herangehensweisen setzt sich in beiden Fachbereichen häufig in der akademischen Vermittlung von Inhalten zu Tragwerken fort. Dieses Projekt beschäftigt sich damit, Tragwerke so darzustellen und zu vermitteln, dass die Unterschiede in der Wahrnehmung verringert und der Anfang eines gemeinsamen Verständnisses – einer transversalen Sprache – entwickelt wird. Dabei reagiert es auch auf ein gemeinsames Problem von Studierenden der Architektur und des Bauingenieurswesens: Vielen fehlt die Aufmerksamkeit und die Analysefähigkeit für Tragwerke, die sie im Alltag umgeben, sie erfassen die Tragweite von Lehrinhalten nicht oder sind nicht in der Lage, sie selbstständig zu übertragen. Sie entwickeln wenig intuitives Gespür für Lastabtragungen, statische Systeme und Raumwirkungen.

Das Projekt entwickelt eine gemeinsam befüllte und für beide Studiengänge offene Datenbank, die eine digitale Exposé-Sammlung markanter Bauwerke aus Aachen und Umgebung enthält. Diese Datenbank ist nach Begriffen verschlagwortet, die aus beiden Bereichen kommen und somit nach beiden Sichtweisen kategorisieren. Sie kann über Lernpfade gezielt durchquert oder frei durchstöbert werden. Eine besondere Rolle spielt bei den digitalen Exposés das Medium des Films, weil es hier möglich wurde, die unterschiedlichen Sichtweisen besonders prägnant abzubilden, sie aber andererseits eng miteinander zu verzahnen. Die Filme sind so konzipiert, dass sie das intuitive Nachvollziehen von Kraftflüssen ermöglichen, während sie gleichzeitig Aussagen über die Raumwirkung der gefilmten Objekte geben.

Die Datenbank bzw. Exposé-Sammlung startet mit 5 ausgewählten Objekten aus den Tragwerkskategorien Linientragwerke, Flächen- tragwerke und Körpertragwerke, die in Aachen und Umgebung liegen und somit auch direkt von Studierenden besucht werden können. Dadurch werden sie für ihre direkte Umgebung sensibilisiert und ihre Neugier geweckt. Intrinsisch motiviertes und implizites Lernen wird so gefördert.

Die Exposé-Sammlung funktioniert zunächst als Ergänzung zu bestehenden Veranstaltungen, soll aber durch eigene Beiträge von Studierenden aus beiden Fakultäten erweitert werden und kann somit die Basis für gemeinsame didaktische Aktivitäten von Architekten und Bauingenieuren bilden.

  Dreharbeiten Werkzeugkulturen

Beginn der Dreharbeiten am 05. Januar 2016 für das erste Objekt; den T3 Pavillon.

  Dreharbeiten Werkzeugkulturen

Posterbeitrag zu "Talk Lehre" am 29.06.2016 im Super C